Die Physiker

Das Stück

Plakat 'Die Physiker'

Drei große Physiker in einer Irrenanstalt. Isaak Newton, Albert Einstein, Möbius. Zwei ermordete Krankenschwestern, eine verwirrte Kommissarin und eine undurchschaubare Chefärztin. Was treibt jene Geistesgrößen in den Wahnsinn? Die Radioaktivität, mit der sie hantierten? Oder das Wissen um das Vernichtungspotenzial ihrer Entdeckungen? Kann ein gedachter Gedanke auf ewig unterdrückt werden, um die Menschheit zu beschützen?

Der Autor

Friedrich Dürenmatt

Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 im Kanton Bern geboren. Der Pfarrerssohn besuchte das Gymnasium und studierte nach dem Abitur Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften. Bereits in der Schulzeit war er künstlerisch tätig. Zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Skizzen und Illustrationen bestärkten seinen Wunsch, Maler zu werden. 1946 beendete er seine Studien und heiratete die Schauspielerin Lotti Geißler. In dieser Zeit entschloss er sich, Schriftsteller zu werden.

1945 erschien die Erzählung Die Alte in einer Tageszeitung. Es folgten Kriminalromane, Hörspiele, Theaterschriften und Reden, z.B. Unternehmen der Wega, Romulus der Große, Die Ehe des Herrn Mississippi, Der Richter und sein Henker, Der Verdacht, Grieche sucht Griechin, Das Versprechen, Die Physiker u.v.a.

Dürrenmatt bevorzugt die Komödie und Tragikomödie als "die einzig mögliche dramatische Form, heute das Tragische auszusagen". Er vergegenwärtigt mit beißendem Humor, Witz, Zynismus, bisweilen auch Sarkasmus, mit Ironie und Satire alle erstarrten Konventionen eines selbstgefälligen Spießbürgertums. Sein Interesse gilt dem mutigen Menschen, den er im Gegensatz zur heroischen Heldengestalt sieht. Seine meist unscheinbaren Helden sind ohne Illusionen über die Veränderbarkeit der Welt oder erfahren dies im Handeln oder in Rückzug aus ihr und bestehen sie durch Nichtverzweifeln, Erkennen.