Equus

Alan, ein scheinbar normaler, introvertierter Junge, gerät auf seiner Suche nach körperlicher und seelischer Befriedigung nicht auf die bekannten Abwege mit Alkohol, Drogen oder Gewalt, sondern erschafft sich eine ganz individuelle mystische Gottheit.

In seinem Stück benutzt Shaffer den psychoanalytischen Ansatz lediglich als Kulisse. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem 'zivilisierten' Dr. Dysart und dem 'primitiven' Alan. Shaffer konstatiert den spirituellen Bankrott unserer Gesellschaft.

Als Dr. Dysart seinen Patienten dazu benutzt, sich selbst zu therapieren, erreicht Shaffers subtile Dramatik ihren Höhepunkt.